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Friday, 07 October 2016 07:13

Brot pane maggiore

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Die Brotgeschichte
Ich bin das Opfer einer infamen Werbekampagne geworden. Es geht um Brot und einen einfallsreichen Bäcker aus Schwaben.IMG 0716


Letztes Jahr im Sommer kam ein Fax - ja ein ganz altmodisches Fax - bei uns an. Von einer Bäckerei auf der Schwäbischen Alp: Sie würden uns eine Probe ihres Brotes per Paket senden. Man solle das Paket annehmen und dann nach der beigelegten Anleitung vorgehen. Fertig, das wars.
Am nächsten Tag kam das Paket mit dem Hinweis: Gleich aufmachen. Es handelt sich ja schließlich um Brot, ein Lebensmittel.
Ich hatte keine Zeit, es war Ruhetag, also erst mal das Paket aufmachen, Anleitung lesen, Brot ab in den Frost, da kann nichts passieren.
Mittwoch: Anleitung noch einmal lesen. Das Brot muss noch fertig gebacken werden, aber: Mir war die Temperaturangabe zu hoch. 210 Grad in meinem Umluftofen, das war mir nicht geheuer. Also in der Bäckerei anrufen.
Die Bäckerei existiert, die Verkäuferin am Telefon hat mich dann auch weiter verbunden und wir konnten das Problem mit der Temperatur lösen. Bei Umluft sind 180 Grad und 20 Minuten Backzeit ausreichend.
Donnerstag: Ich habe das Brot wieder aufgetaut und dann fertig gebacken. Das Brot wog 2 Kilo, also schon ein sehr imposantes Teil. Außerdem war der Querschnitt sehr groß - das gibt Probleme eine einzelne Scheibe abzuschneiden. Wer da mit dem Brotmesser nicht gut umgehen kann, wird nur dicke Bruchstücke erzeugen.
Aber: Der Duft nach dem Backen - einmalig. Und dann die Kombination aus einer wunderbar röschen Kruste und einem saftigen Kern - das war schon ein Erlebnis. Wirklich ein ganz wunderbares Brot, würzig, kräftig und von wunderbarer Struktur.IMG 0720

Nun wird ja so ein Brot wenn es 2 kg wiegt nicht gleich alle. Also habe ich am Abend den Rest in den Brotkasten gepackt. Freitag: Die Kruste ist jetzt weich und ein wenig zäh. Also: Das angeschnittene Brot wieder aufbacken. Geht wunderbar, wieder ein krosses Brot mit einem weichen Kern. Praktisch kein Qualitätsverlust. Jetzt musste ich mich selbst und auch alle Mitarbeiter beim Brotverbrauch aber ausbremsen: Ich wollte mit einem kleineren Rest noch einen weiteren Tag die Haltbarkeit austesten. 
Samstag: Wieder aufgebacken und immer noch ein sehr gutes Brot. Das war aber das Ende, es ist nichts übrig geblieben.

Ich habe dann noch mit dem Bäcker hin und her geschrieben. Jetzt bekomme ich das Brot in 1 kg Laib gebacken, das ist vom Anschnitt her einfacher zu schneiden. Wundern Sie sich also nicht, wenn etwas gröbere, dicke Brotscheiben in Ihrem Brotkorb liegen: Pane maggiore, so heißt dieses Brot, lässt sich nun mal nicht in dünne Scheiben schneiden. Ich setze es jetzt in der Wildsaison gezielt ein für mein „Pulled pork vom Wildschwein“, denn der kräftige Brotgeschmack ergänzt das Wildaroma wunderbar.IMG 0721

Für alle, die sich für die Herkunft des Brotes interessieren: Es kommt aus der Bäckerei des jüngsten Brotsommeliers Deutschlands. Bäckerei Schmid in Gomaringen ist wirklich eine Entdeckung und eine Bereicherung für unser Angebot im Domherrenhof. http://www.meisterbaecker-schmid.de
Read 1143 times Last modified on Friday, 07 October 2016 07:38
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